Klaus Möwius gehört zu den „Altvorderen” des Deutschen Judobundes.

7. DAN

Jeder Judoka träumt von höheren Weihen! Diese bekam jetzt Klaus Möwius für seine Lebensleistung. Der Deutsche Judobund verlieh dem Marler auf der Jahreshauptversammlung 2012 in Bremen am 9.11.2012 den 7. DAN im Judo.

Der Judoveteran, der in 2012 / 80 Jahre alt wurde, ist damit einer der wenigen, die im oberen neuntel der Verbandelite angekommen ist. In Deutschland ist zurzeit die höchste Auszeichnung der 9. DAN. Diesen haben zurzeit nur 3 Auserlesene. Den 8. DAN tragen etwa acht Judoka. Bundesweit 7.DAN sind ca. 15.

Die Kriterien stimmen bei dem gelernten Stellmacher, Polizeibeamten und Lehrer. Wenn man den Geehrten nach seinen besonderen Erfolgen fragt, bleibt er bescheiden. Es kommt schon einiges zusammen: Er erwähnt dann, dass er 7 Vereine gegründet hat. Erwähnt seinen Einsatz als Gruppenleiter West im Deutschen Judobund. Dieses liegt lange zurück. 1972. Olympia in München. Der Judobund übertrug Möwius die internationalen sportlichen Aktivitäten außerhalb der Olympiade. So stellte er die Deutsche Nationalmannschaft 1972 für Länderkämpfe auf.

1980 weilte Möwius fast ein viertel Jahr in Japan, um Judo und die Kultur zu studieren. Hier kam ihm die Erkenntnis, dass Judo mehr ist als Sport. Es ist ein exelendes, pädagogisches Erziehungssystem. Es folgt dem Prinzip, „ Durch gegenseitiges Helfen, zum Wohlergehen aller!“

Da Klaus Möwius lange gestandener Ruhrgebietsmensch ist, sind seine kommunalen Verdienste zu erwähnen. Er ist Ehrenvorsitzender in 4 Vereinen im Kreis Recklinghausen. JC Bottrop, PSV Gelsenkirchen, JC Haltern und dem Judokan Marl. Er war jahrzehnte Fachleiter Kampfsport im SSV Marl e.V. Der Ehrenteller des Stadtsportverbandes Marl wurde ihm und seiner Frau Ursula verliehen.

Gleichzeit sprach der Kreissportverband Recklinghausen seine Ehrung aus. Mit dem 1. Budapester Sportbezirk wurde lange eine Partnerschaft unterhalten. Das gleiche mit der Stadt Creil in Frankreich. Der Nordrhein Westfälische Judoverband verlieh ihm die goldene Ehrennadel. Der Deutsche Judobund die „Silberne.”

2004 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande für überragende sportliche Arbeit gewürdigt. Er wurde jetzt gefragt, ob ihm der 7.DAN mehr Wert sei als das Bundesverdienstkreuz: „Ich war nie ein nur „Fachsportler”! (Fachidiot) So habe ich den Reitlehrerschein, die Lizenz für das Trampolinturnen und bin Skipper (Betreuer) für Sportboote unter Motor und Segel.”

Fazit: Der 7. DAN ist dem Ehrenkreuz des Bundespräsidenten, aus meiner Sicht, ebenbürtig.

Abschließend sei zu sagen, dass Klaus Möwius auch noch heute von vielen um Rat gebeten wird, wenn es um sportpädagogische Fragen geht.

Rita Schäpers

Judokan Marl e.V.


Zeitungsbericht der Marler-Zeitung